3 Phasen Ablauf

Wenn eine komplexere kollektive Entscheidung mit CF durchgeführt werden soll, verläuft dies klassisch in den drei folgenden Phasen.

1. Phase: unstrittige Kriterien sammeln

Zuerst geht es darum, alle Aspekte zusammenzutragen, die die Beteiligten in dem Ergebnis enthalten haben wollen. Was ist wichtig? Welche Eigenschaft soll die Entscheidung haben? Was muss berücksichtigt werden?

Die von den Beteiligten vorgebrachten Punkte werden in ihre „unstrittigen Essenz“ übersetzt. Das Ziel ist eine einzige Liste zu generieren, mit gesammelten Aspekten, bezüglich derer niemand mehr einen Widerstand hat und die jeder versteht. Ziel ist es eine Gefühl der gemeinsamen Verantwortung für diese Liste zu generieren und in einen gemeinschaftlichen Raum zu generieren, indem nicht der Kampf der Positionen und Präferenzen den Dialog bestimmt, sondern das kooperative Arbeiten an dem gemeinsamen Dilemma, das darin besteht, eine Lösung zu finden, die die gemeinsam gesammelten und getragenen relevanten Punkte möglichst gut integriert.

2. Phase: kreative Lösungssuche in Kleingruppen

Nachdem die kooperative Herausforderung generiert wurde, eine Lösung zu finden, die nicht-kontroversen Kriterien möglichst gut erfüllt, geht es darum in einem kreativen Raum Lösungsvorschläge zu generieren.

Es werden eine oder mehrere gut arbeitsfähige Kleingruppen gebildet, deren Zusammensetzung so gestaltet wird, dass es wahrscheinlicher ist, dass die dort generierten Vorschläge auch von einer größeren Gruppe akzeptiert werden, weil sie z.B. die Diversität einer Großgruppe gut repräsentieren.

3. Phase: Entscheidung in der Großgruppe

In der Gesamtgruppe werden die erarbeiteten Vorschläge so weit wie nötig weiter modifiziert. Es wird mit dem Vorschlag weiter erarbeitet, den die Gruppe als integrativste Lösung bezüglich der gesammelten Kriterien empfindet.

Es beginnt ein Modifikationsprozess bezüglich dieser Lösung in der Großgruppe. Das Ziel ist es eine Lösung zu finden, die möglichst gut tragbar für jeden Einzeln ist, unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände (wieviel Zeit haben wir, wie wichtig ist es eine möglichst perfekte Lösung jetzt zu finden).

Entscheidungen gelten als getroffen, wenn es keinen Einwand mehr gibt.